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Swiss Motocross Masters Gutenswil: Klare Favoritensiege von Ristori und Dupasquier!
Zum ersten Mal seit Bestehen der Swiss Motocross Masters Serie, wurde ein Lauf in Gutenswil bei Zürich ausgetragen. Ca. 3500 Zuschauer bekamen bei bestem Motocross Wetter spannenden Sport geboten. Der erste Lauf der Achtelliterklasse war hart umkämpft. Zuerst führte Marco Dorsch, ehe er von Nicolas Charlier überholt wurde. Charlier nützte seine noch intakten Meisterschaftschancen und siegte vor Marco Dorsch. Dorsch fuhr am Anfang nicht volles Tempo um seinen Teamkollegen Patrick Walther mitzuziehen. Der hing aber vorerst in einem Dreikampf mit Philippe Dupasquier und Romain Billerey fest. Die Positionen wechselten laufend, ehe Walther wie schon oft in dieser Saison harte Arme bekam und beide Gegner vorbeilassen musste. Am Schluss wurde es sogar noch eng um den 5. Rang, weil Gregory Wicht und Guillaume Flandin von hinten auf Walther auffuhren. Vor allem Flandin fuhr grossartig, wurde er doch nach der ersten Runde nur gerade als 14. notiert. Ein weiteres gutes Ergebnis für die jungen Nachwuchspiloten lieferten Tobias Elmer und Yves Furlato, die beide in die Top Ten fuhren.
In der Openklasse gab es einen undiskutablen Start-Zielsieg von Marc Ristori. Der Genfer ist nach seinem GP Sieg von Roggenburg mit einem derart überragenden Selbstvertrauen ausgestattet, dass auch Michael Kadlecek kein Rezept fand. Der Tscheche musste als 2. weitere drei Punkte seines eh schon mageren Vorsprungs hergeben. Dahinter fanden die einzigen spannenden Duelle statt. Patrick Kasper kämpfte gegen Bruno Rufli und den sehr stark fahrenden Johnny Lauper. Lauper, nach einer Rennpause von über 2 Jahren, zeigte mit Platz 5 hinter Rufli und Kasper seine bisher stärkste Leistung in dieser Saison. Auch Marc Nicolet startete nach seinem Daumenbruch erstmals wieder in einem Rennen, und agierte mit Rang 10 entsprechend vorsichtig.
Philippe Dupasquier nahm im 2. Lauf mit einem Start-Ziel Sieg Revanche für die Niederlage vom ersten Rennen. Patrick Walther konnte für einmal locker fahren und wurde nach einem schönen Duell mit Charlier 2. "Ich habe versucht nicht mit dem absoluten Risiko zu fahren. Es scheint so, dass ich damit mein Problem mit den harten Unterarmen austricksen kann. Jedenfalls hatte Charlier in diesem Lauf keine Chance und ich konnte ihn sogar distanzieren." Das Rennen lebte vom harten Duell um Rang 5, wo sich Billerey und Flandin nichts schenkten. Team KS Yamaha Fahrer Marco Dorsch musste seine anfänglich gute Fahrt auf dem 5. Rang abbrechen, weil der Kühler Wasser verlor. Damit war auch ein beinahe sicherer Podiumsplatz dahin.
Beim Start zum zweiten Lauf reagierte Michel Kadlecek am schnellsten. Er führte das Feld vor Ristori und Kasper in die erste Kurve. Kadlecek pushte das Tempo und es machte den Anschein als ob Ristori die Pace nicht halten könnte. Bei einem kleinen Fahrfehler von Kadlecek griff der Genfer aber sofort resolut an und zog vorbei. Von diesem Moment an war die Entscheidung gefallen. Wieder lebte das Rennen von den Kämpfen im Verfolgerfeld. Kasper, der ausgezeichnet gestartete Mathieu Doutaz und Bruno Rufli kämpften um Platz drei. Zuerst erwischte es Doutaz mit einem Ausrutscher. Dann zog Rufli an Kasper vorbei um gleich darauf zu stürzen. Davon profitierte Johnny Lauper, der schon im ersten Rennen toll gefahren war. Die anschliessende Aufholjagd von Rufli führte nach einem weiteren Ausrutscher nur noch auf Rang 5. Für das abschliessende Rennen in Vieux-Près präsentiert sich die Ausgangslage in der SM enorm spannend. Kadleceks Vorsprung auf Ristori beträgt nur noch winzige 3 Punkte.
News:..... In den Reihen des veranstaltenden Vereins MSG Gutenswil stehen eine ganze Reihe ehemalige Spitzenfahrer, die in der Welt- und Schweizermeisterschaft für Ehre gesorgt hatten. So sind u. a. die Ex-Weltmeister Hansi Bächtold und Fritz Fuss Ehrenmitglieder der MSG . Der nächste der sich vielleicht ankündigt, ist Randy Krummenacher. Der verletzte KTM Werksfahrer gab in Gutenswil fleissig Autogramme und ist Ende September wieder fit genug, um in die Strassen GP Szene zurück zu kehren.
Quelle: Sepp Betschart
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